Kanton Bern: 5447 Unfälle – Töfffahrer im Jahr 2025 besonders betroffen

Die Anzahl der von der Kantonspolizei Bern registrierten Verkehrsunfälle auf Berner Strassen sind im Jahr 2025 leicht angestiegen.

Es sind mehr Person auf Berner Strassen verstorben als im vergangenen Jahr.

Von 35 Personen, die bei Unfällen ums Leben gekommen sind, waren neun Motorradlenkende. Aus diesem Grund führt die Kantonspolizei Bern die Motorradkampagne „schliifts?!“ 2026 erneut weiter.

Die Kantonspolizei Bern hat im Jahr 2025 insgesamt 5’447 Verkehrsunfälle rapportiert und verzeichnet damit gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme um 110 Fälle. Insgesamt wurden im Jahr 2025 3’018 Personen bei Unfällen im Strassenverkehr verletzt (+67), wobei 35 Personen ums Leben gekommen sind (+6). Im Innerorts- und Autobahnbereich ereigneten sich leicht mehr Unfälle als im Vorjahr (3’376; +79 bzw. 771; +31). Ausserorts blieben die Zahlen gleich wie 2024 (1’300).

Unfallursachen

Im Jahr 2025 haben Personen im Alter von über 64 Jahren prozentual mehr Unfälle verursacht als die 18 bis 24-Jährigen. Dies entspricht dem Trend der letzten Jahre. Seniorinnen und Senioren waren 2025 bei 1’121 Unfällen involviert (+126), wobei Fehlverhalten bei den Fahrbewegungen die häufigste Ursache war. Bei den 854 (-32) Unfällen, die junge Erwachsene verursacht haben, waren mangelnde Fahrpraxis sowie nicht angepasste Geschwindigkeit die Hauptgründe.

Über alle registrierten Verkehrsunfälle gesehen handelt es sich meist um Schleuder- und Selbstunfälle (2’217), Auffahrunfälle (883) oder Einbiegeunfälle (611). Im Jahr 2025 nahm die Zahl der Unfälle unter Alkoholeinfluss ab (444; -9). Unfälle unter Drogen- oder Medikamenteneinfluss nahmen jedoch leicht zu (67; +2 / 65; +2).

Langsamverkehr – Zunahme von getöteten Lenkenden von Velos und langsamen E-Bikes

In der Kategorie des Langsamverkehrs stieg die Anzahl Verkehrsunfälle im Vergleich zum Vorjahr leicht an. Insgesamt nahm die Anzahl der getöteten Personen ab, ausser bei den Velofahrenden und den langsamen E-Bikes. Jedoch gab es übergreifend einen Anstieg bei den Verletzten. Bei den Fussgängern (inkl. fahrzeugähnliche Geräte) wurden 249 (+53) verletzt, 4 (-4) kamen ums Leben. Bei Unfällen mit Fahrrädern wurden 2025 409 (+26) Personen verletzt, 2 (+1) Person verlor ihr Leben. Mit langsamen E-Bikes trugen 253 (+50) Lenkende Verletzungen davon, 6 (+2) Personen verstarben. Mit schnellen E-Bikes verletzten sich 103 (+14), davon endete kein (-1) Unfall tödlich. Bei den Motorfahrrädern gab es 53 (-3) Verletzte, bei den E-Trottinetts 57 (+11) und bei den E-Rollern 26 (+9). Hierbei verstarb niemand. 396 (+11) Motorradlenkende (ohne Kleinmotorräder) verletzten sich im Jahr 2025, 9 (+3) Unfälle endeten tödlich.

Schwerpunkt bleibt bei den Motorradfahrenden und der „Urbanen Mobilität“

Bei der Zunahme der Verkehrstoten und die Zunahme der Verletzten ist kein explizites Muster bezüglich der Unfallursachen erkennbar. Die Auswertung zeigt, dass die Unfallursachen, welche zu einem Unfall mit Todesfolge geführt haben, äusserst divers sind. Dabei betreffen in etwa gleich viele Ursachen die Fahrfähigkeit, das Fahrverhalten oder Vortrittsmissachtungen.

Besonders auffällig waren 2025 erneut die grosse Anzahl von Motorradunfällen, ebenfalls im urbanen Raum. Mit Blick auf die hohen Zahlen im Bereich des Langsamverkehrs und im Bereich der Motorradfahrenden setzt die Kantonspolizei Bern im Jahr 2026 den Fokus erneut auf den Schwerpunkt „Urbane Mobilität“ und die Motorradkampagne „schliifts?!“.

Mehr Informationen dazu unter: www.police.be.ch/alles-im-blick und Kampagne „schliifts?!“.

 

Quelle: Kantonspolizei Bern
Bildquelle: Symbolbild © Danler/Shutterstock.com

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